Kanarische Kiefer – Pinus canariensis

Die Kanarische Kiefer auch Kanaren-Kiefer genannt, ist eine Art aus der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Pinus canariensis ist auf den Kanaren endemisch. Außerdem ist sie die wirtschaftlich wichtigste Baumart der Kanarischen Inseln. Die Art ist eines der Natursymbole der Insel La Palma.

Spanisch: Pino Canario

Beschreibung & Merkmale

Die Kanarische Kiefer ist ein immergrüner Baum mit einer Wuchshöhe bis 25m und einem Durchmesser von 100cm. Während freistehende Bäume eine unregelmäßige Krone haben, sind sie bei dichten Beständen schmal und Pyramidenförmig.

Die Nadeln sind an kurzen Trieben und werden zwischen 15 und 30cm lang. An jungen Bäumen sind sie zunächst blaugrün, wohingegen sie bei älteren grasgrün sind. Die Nadeln verbleiben etwa 2 bis 3 Jahre am Baum

Die Rinde besteht aus schuppigen Platten mit tiefen Furchen und besteht aus bis zu 50 Schichten. Bei jungen Zweigen ist sie zunächst gelb und färbt sich im zweiten Jahr dann braun. Bei einem Waldbrand verkohlt sie nicht und schützt damit den Baum, der später wieder neu austreibt.

Verbreitung & Vorkommen

Pinus canariensis ist eine endemische Art auf den Kanaren. Man findet sie auf Teneriffa, Gran Canaria, La Palma, La Gomera und El Hierro, wobei sie etwa 50.000ha Fläche einnimmt. Zudem wird sie im Mittelmeerraum, Amerika, Australien und Neuseeland angepflanzt.

Auf den Kanarischen Inseln findet man sie zwischen 300 und 2000m Höhe. Die Art benötigt mindestens 300mm Regen pro Jahr.

Bekannte Begleitpflanzen sind die Baumheide (Erica arborea), der Gagelbaum (Myrica faya), die Geißkleeart (Cytisus proliferus), der Klebrige Drüsenginster (Adenocarpus viscosus), der Teideginster (Cytisus supranubius) und die Beinwellblättrige Zistrose (Cistus symphytifolius).

Verwendung & Nutzen

Natürlich wird das Holz der Kanarischen Kiefer genutzt. Teilweise zum Bauen, teilweise als Feuerholz obwohl es durch seinen hohen Harzanteil schnell die Ofenrohre zuschmoddert. Besonders begehrt ist das innere „Tea Holz“. Es ist sehr robust und ziert viele Gebäude.

Die Nadeln werden als Einstreu für Tierställe und als Mulch benutzt.

Ich habe in einer Doku mal gesehen, dass man sich aus den frischen Nadeln von Kiefern auch Tee kochen kann, der besonders Vitamin C reich sein soll, ob das allerdings auch auf die Kanarische Kiefer zutrifft, weiß ich nicht.

Passiv haben sie auch den Nutzen, dass ihre Nadeln durchziehende Wolken kämmen und so Wasser aus ihnen filtern und für Niederschlag sorgen.

Quellen

https://de.wikipedia.org/wiki/Kanarische_Kiefer

https://de.la-palma.travel/kanarische-kiefer/

https://wandern-in-lapalma.de/2011/08/29/la-palma-wandern-2/

2 Gedanken zu „Kanarische Kiefer – Pinus canariensis“

  1. Spannend finde ich an der Kanarischen Kiefer insbesondere, wie (!) sie Waldbrände überlebt. Sie bildet danach nur noch kurze Äste aus. Und nach wiederholtem Waldbrand gar keine mehr. Die Nadeln wachsen also direkt aus dem Stamm, so dass die Bäume dann wie Säulen aussehen.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar